Von einem Apotheker geprüfter Rat

Wintermüdigkeit: Warum wir erschöpfter sind und wie wir wieder zu Energie finden

Der Winter hält in der Schweiz Einzug, die Tage werden kürzer, die Kälte intensiver… und damit einhergehend leiden viele Menschen unter anhaltender Müdigkeit. Schwierigkeiten beim Aufstehen, nachlassende Motivation, Leistungstiefs während des Tages: Das ist kein Zufall.

Die gute Nachricht: Diese Wintermüdigkeit ist kein Schicksal. Wer ihre Ursachen versteht, kann wirksam handeln, um neue Energie und Vitalität zu gewinnen.


Warum sind wir im Winter müder?

1. Mangel an natürlichem Licht

Im Winter nimmt die Sonneneinstrahlung stark ab. Doch Licht spielt eine Schlüsselrolle bei der Regulierung unserer biologischen Uhr.

Das Ergebnis:

  • Störung des Wach-Schlaf-Rhythmus

  • Gefühl der Schläfrigkeit tagsüber

  • verminderte Konzentration

👉 Der Körper produziert auch weniger Vitamin D, das für Energie und ein gut funktionierendes Immunsystem unerlässlich ist.


2. Kälte ermüdet den Organismus

Bei Kälte verbraucht der Körper mehr Energie, um seine Innentemperatur aufrechtzuerhalten. Dieser zusätzliche Aufwand kann zu Folgendem führen:

  • ein Gefühl der Erschöpfung

  • Muskelverspannungen

  • ein erhöhter Ruhebedarf


3. Eine weniger ausgewogene Ernährung

Im Winter neigt man oft dazu:

  • reichhaltiger zu essen

  • weniger frisches Obst und Gemüse zu essen

  • weniger Wasser zu trinken

Diese Gewohnheiten können Müdigkeit und Energieabfälle verstärken.


Wie kann man Wintermüdigkeit wirksam bekämpfen?

1. Vitamin D tanken

Vitamin D ist im Winter unerlässlich, besonders in der Schweiz, wo die Sonneneinstrahlung begrenzt ist.

👉 Es trägt bei zu:

  • der Aufrechterhaltung der Energie

  • dem reibungslosen Funktionieren des Immunsystems

  • der Reduzierung von Müdigkeit

Eine Ergänzung kann empfohlen werden, insbesondere bei Erwachsenen und Senioren.


2. Den Organismus mit passenden Nahrungsergänzungsmitteln unterstützen

Einige Nährstoffe sind in der Winterzeit besonders nützlich:

  • Magnesium: hilft, nervöse und muskuläre Ermüdung zu reduzieren

  • Eisen (bei Mangel): essentiell für die Sauerstoffversorgung des Organismus

  • B-Vitamine: unterstützen den Energiestoffwechsel

⚠️ Im Zweifelsfall ist es immer ratsam, einen Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen.


3. Eine „Anti-Müdigkeits“-Ernährung anwenden

Einige einfache Gewohnheiten:

  • saisonales Gemüse bevorzugen (Kürbis, Karotten, Spinat…)

  • hochwertige Proteine konsumieren

  • schnelle Zucker einschränken

  • genug trinken, auch ohne Durstgefühl


4. Bewegen, auch wenn es kalt ist

Körperliche Aktivität regt die Durchblutung an und setzt Endorphine frei.

Kein intensiver Sport nötig:

  • tägliches Gehen

  • Dehnübungen

  • Yoga oder sanfte Bewegung

Schon 20 Minuten am Tag können einen echten Unterschied machen.


5. Auf den Schlaf achten

Guter Schlaf ist grundlegend, um Müdigkeit zu bekämpfen:

  • regelmässige Schlafzeiten

  • Bildschirme abends einschränken

  • gut belüftetes Schlafzimmer

  • beruhigende Routine vor dem Schlafengehen


Wann sollte man sich Sorgen machen?

Wenn die Müdigkeit:

  • mehrere Wochen anhält

  • von Schmerzen, schlechter Stimmung oder Appetitlosigkeit begleitet wird

  • den Alltag beeinträchtigt

👉 Es ist wichtig, einen Arzt oder Apotheker aufzusuchen.


Zusammenfassend

Wintermüdigkeit ist häufig, kann aber durch Folgendes gelindert werden:

  • eine gute Lebensweise

  • eine angepasste Ernährung

  • gezielte Nahrungsergänzungsmittel bei Bedarf

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